Symbole und Traditionen zeigen, was die Schweiz verbindet: Fahne, Hymne, Feiertage, Bräuche und bekannte Persönlichkeiten.
Die Schweizer Fahne zeigt ein weisses Kreuz auf rotem Grund und ist an Land quadratisch. Der Nationalfeiertag ist der 1. August, der einzige Feiertag, der durch Bundesrecht für die ganze Schweiz festgelegt ist. Die Nationalhymne heisst Schweizerpsalm und ist seit 1981 definitiv offiziell. Das Kürzel CH steht für Confoederatio Helvetica, abgeleitet von den keltischen Helvetiern.
Bekannte Traditionen sind das Schwingen, das Alphorn, das Sechseläuten in Zürich und der Morgestraich der Basler Fasnacht. Zur Allgemeinbildung gehören auch die Tell-Sage, die Friedrich Schiller 1804 weltberühmt machte, und Schweizer Erfindungen wie das Taschenmesser, der Klettverschluss oder die Milchschokolade.
Fahne: weisses Kreuz auf Rot, an Land quadratisch
1. August: Nationalfeiertag
Schweizerpsalm seit 1981 offiziell
Vier Landessprachen, Rätoromanisch seit 1938
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Wie sieht die Schweizer Fahne aus?
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Richtige Antwort: B – Weisses Kreuz auf rotem Grund
Die Schweizer Fahne zeigt ein freistehendes weisses Kreuz auf rotem Grund. Das rote Kreuz auf weissem Grund ist dagegen das Emblem des Roten Kreuzes – eine Umkehrung der Schweizer Farben zu Ehren der Schweiz.
Welche Form hat die offizielle Schweizer Fahne an Land?
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Richtige Antwort: D – Quadratisch
Die Schweizer Fahne ist quadratisch – neben jener des Vatikans eine der wenigen quadratischen Nationalflaggen. Nur die Flagge der Schweizer Hochseeschiffe ist rechteckig.
An welchem Tag feiert die Schweiz ihren Nationalfeiertag?
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Richtige Antwort: B – 1. August
Der Nationalfeiertag am 1. August erinnert an den Bundesbrief von Anfang August 1291. Gefeiert wird mit Reden, Höhenfeuern, Lampions und Feuerwerk. Der 12. September 1848 ist das Datum der ersten Bundesverfassung.
Welcher Feiertag ist der einzige, der durch Bundesrecht in der ganzen Schweiz festgelegt ist?
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Richtige Antwort: A – Der 1. August
Nur der Nationalfeiertag am 1. August ist in der Bundesverfassung (Art. 110) als arbeitsfreier Feiertag verankert. Alle anderen Feiertage wie Weihnachten oder Ostern werden von den Kantonen festgelegt und können daher von Kanton zu Kanton verschieden sein.
Die Nationalhymne heisst «Schweizerpsalm» und beginnt mit den Worten «Trittst im Morgenrot daher». Bis 1961 wurde «Rufst du, mein Vaterland» gesungen, das dieselbe Melodie wie die britische Hymne hatte.
Seit wann ist der Schweizerpsalm definitiv die offizielle Nationalhymne?
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Richtige Antwort: C – Seit 1981
Der Bundesrat führte den Schweizerpsalm 1961 provisorisch als Hymne ein und erklärte ihn am 1. April 1981 definitiv zur offiziellen Landeshymne. Komponiert wurde er bereits 1841.
Richtige Antwort: D – Eine weibliche Symbolfigur, die die Schweiz verkörpert
Helvetia ist die weibliche Personifikation der Schweiz und wurde im 19. Jahrhundert zum nationalen Symbol. Sie ist mit Speer und Schild mit Schweizerkreuz zum Beispiel auf den 2-, 1- und ½-Franken-Münzen abgebildet.
«CH» steht für den lateinischen Namen «Confoederatio Helvetica» (Schweizerische Eidgenossenschaft). Latein wurde gewählt, um keine der Landessprachen zu bevorzugen. Die Abkürzung findet man etwa auf Autokennzeichen und in der Internetendung «.ch».
Richtige Antwort: A – Von den Helvetiern, einem keltischen Volksstamm
Die Helvetier waren ein keltischer Stamm, der um die Zeitenwende im Gebiet der heutigen Schweiz lebte. Bekannt ist ihre Niederlage gegen Julius Cäsar bei Bibracte im Jahr 58 v. Chr. Von ihnen stammen die lateinischen Namen «Helvetia» und «Confoederatio Helvetica».
Richtige Antwort: B – Deutsch, Französisch und Italienisch; im Verkehr mit Rätoromanischsprachigen auch Rätoromanisch
Die Bundesverfassung unterscheidet zwischen Landessprachen (Art. 4: Deutsch, Französisch, Italienisch, Rätoromanisch) und Amtssprachen des Bundes (Art. 70). Amtssprachen sind Deutsch, Französisch und Italienisch; Rätoromanisch ist es im Verkehr mit Personen rätoromanischer Sprache.
Seit wann ist Rätoromanisch eine Landessprache der Schweiz?
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Richtige Antwort: D – Seit 1938
In einer Volksabstimmung vom 20. Februar 1938 wurde Rätoromanisch als vierte Landessprache anerkannt – auch als Zeichen gegen faschistische Ansprüche Italiens auf das Rätoromanische. Seit 1996 ist es zudem teilweise Amtssprache des Bundes.
Richtige Antwort: B – Einen Apfel vom Kopf seines Sohnes schiessen
Der Sage nach weigerte sich Tell in Altdorf, den Hut des habsburgischen Vogts Gessler zu grüssen. Zur Strafe musste er mit der Armbrust einen Apfel vom Kopf seines Sohnes Walter schiessen. Später tötete er Gessler in der Hohlen Gasse bei Küssnacht.
Welcher deutsche Dichter machte die Tell-Sage 1804 mit einem Theaterstück weltberühmt?
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Richtige Antwort: A – Friedrich Schiller
Friedrich Schillers Drama «Wilhelm Tell» wurde 1804 in Weimar uraufgeführt und machte Tell international bekannt. Das Stück wird bis heute aufgeführt, etwa bei den Tellspielen in Altdorf und Interlaken.
Richtige Antwort: C – Eine traditionelle Form des Ringens im Sägemehl
Schwingen ist eine traditionelle Schweizer Ringsportart, bei der sich zwei Schwinger an den Schwinghosen fassen und im Sägemehlring zu Boden bringen. Am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest, das alle drei Jahre stattfindet, wird der Schwingerkönig gekürt.
Richtige Antwort: C – Ein langes Blasinstrument aus Holz
Das Alphorn ist ein mehrere Meter langes, aus Holz gefertigtes Blasinstrument ohne Ventile. Früher diente es den Hirten zur Verständigung in den Bergen; heute ist es ein bekanntes Symbol der Schweizer Volksmusik.
Was ist der Eidgenössische Dank-, Buss- und Bettag?
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Richtige Antwort: D – Ein überkonfessioneller Feiertag am dritten Sonntag im September
Der Bettag wird in den meisten Kantonen am dritten Sonntag im September gefeiert und ist seit 1832 ein gemeinsamer Feiertag von Katholiken und Reformierten. Genf begeht stattdessen den «Jeûne genevois» an einem Donnerstag im September.
In welcher Stadt wird am Sechseläuten der «Böögg», ein Schneemann aus Watte, verbrannt?
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Richtige Antwort: B – Zürich
Am Zürcher Frühlingsfest Sechseläuten im April ziehen die Zünfte durch die Stadt, und auf dem Sechseläutenplatz wird der Böögg verbrannt. Je schneller sein mit Knallkörpern gefüllter Kopf explodiert, desto schöner soll der Sommer werden.
Mit welchem Ereignis beginnt die Basler Fasnacht um 4 Uhr morgens?
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Richtige Antwort: A – Mit dem Morgestraich
Die Basler Fasnacht beginnt am Montag nach Aschermittwoch um 4 Uhr früh mit dem «Morgestraich»: Die Lichter der Innenstadt gehen aus, und die Cliquen ziehen mit Laternen, Piccolos und Trommeln durch die Strassen. Seit 2017 gehört die Basler Fasnacht zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO.
Wer gilt als Erfinder des Schweizer Taschenmessers (Offiziersmesser)?
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Richtige Antwort: B – Karl Elsener
Karl Elsener aus Ibach (Schwyz) lieferte ab 1891 Soldatenmesser an die Armee und liess 1897 das Offiziersmesser schützen. Sein Unternehmen heisst heute Victorinox. Das rote Taschenmesser wurde zu einem weltweit bekannten Symbol der Schweiz.
Welche Erfindung geht auf den Waadtländer Ingenieur George de Mestral zurück?
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Richtige Antwort: D – Der Klettverschluss
George de Mestral kam nach einem Spaziergang mit seinem Hund auf die Idee des Klettverschlusses, als er Kletten im Fell entdeckte. Er liess die Erfindung in den 1950er-Jahren patentieren; sie wird heute weltweit unter dem Namen «Velcro» verwendet.
Wer entwickelte 1875 in Vevey die erste Milchschokolade?
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Richtige Antwort: B – Daniel Peter
Der Chocolatier Daniel Peter stellte 1875 in Vevey erstmals Milchschokolade her, wobei er Kondensmilch von Henri Nestlé verwendete. Rodolphe Lindt erfand 1879 das Conchieren, das die Schokolade zart schmelzend macht.
Welche Schweizer Schriftstellerin schuf die weltbekannte Romanfigur «Heidi»?
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Richtige Antwort: A – Johanna Spyri
Johanna Spyri aus Hirzel (Kanton Zürich) veröffentlichte «Heidis Lehr- und Wanderjahre» 1880. Die Geschichte des Waisenmädchens in den Bündner Bergen wurde in viele Sprachen übersetzt und prägt bis heute das Bild der Schweiz im Ausland.
Welcher Schweizer Pädagoge gilt als Begründer der modernen Volksschulbildung («Kopf, Herz und Hand»)?
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Richtige Antwort: C – Johann Heinrich Pestalozzi
Johann Heinrich Pestalozzi (1746–1827) aus Zürich setzte sich für die Bildung armer Kinder ein und forderte eine ganzheitliche Erziehung von «Kopf, Herz und Hand». Er wirkte unter anderem in Stans, Burgdorf und Yverdon und beeinflusste die Pädagogik weltweit.
Die 5-Franken-Münze zeigt den Kopf eines Alphirten, der im Volksmund oft als Wilhelm Tell bezeichnet wird. Die 2-, 1- und ½-Franken-Münzen zeigen die stehende Helvetia.