Geschichtsfragen folgen dem Weg von der Alten Eidgenossenschaft über den Bundesstaat bis in die Gegenwart.
Als Gründungsdokument gilt der Bundesbrief von 1291, aufbewahrt im Bundesbriefmuseum in Schwyz. Bis 1513 wuchs der Bund auf dreizehn Orte, Luzern kam 1332 als erste Stadt dazu. Wichtige Schlachten wie Sempach (1386) und Grandson und Murten (1476) gehören ebenso zum Grundwissen wie die Reformation mit Zwingli in Zürich.
Mit dem Einmarsch französischer Truppen endete 1798 die Alte Eidgenossenschaft, 1803 entstanden mit der Mediationsakte neue Kantone wie der Aargau. Nach dem Sonderbundskrieg wurde 1848 der Bundesstaat gegründet, 1874 kam das fakultative Referendum dazu. Aus dem 20. Jahrhundert solltest du die Generäle der beiden Weltkriege, die AHV von 1948, das Frauenstimmrecht von 1971 und die erste Bundesrätin Elisabeth Kopp (1984) kennen.
1291 Bundesbrief
1848 Gründung des Bundesstaats
1971 Frauenstimmrecht auf Bundesebene
1992 Nein zum EWR
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Auf welches Jahr ist der Bundesbrief datiert, der als Gründungsdokument der Eidgenossenschaft gilt?
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Richtige Antwort: A – 1291
Der Bundesbrief ist auf Anfang August 1291 datiert. Darin versprachen sich Uri, Schwyz und Nidwalden (Unterwalden) gegenseitige Hilfe. Er wird heute als Gründungsurkunde der Schweiz betrachtet; daran erinnert der Nationalfeiertag am 1. August.
Wo wird der Bundesbrief von 1291 heute aufbewahrt?
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Richtige Antwort: B – Im Bundesbriefmuseum in Schwyz
Das Original des Bundesbriefs wird im Bundesbriefmuseum in Schwyz ausgestellt. Das Pergament ist in lateinischer Sprache verfasst und trägt Siegel der beteiligten Talschaften.
In welchem Jahr fand die Schlacht bei Sempach statt?
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Richtige Antwort: B – 1386
Bei Sempach (Kanton Luzern) besiegten die Eidgenossen am 9. Juli 1386 das Heer Herzog Leopolds III. von Habsburg, der in der Schlacht fiel. Mit dieser Schlacht ist die Legende von Arnold Winkelried verbunden.
Welche Stadt trat 1332 als erste Stadt dem Bund der Waldstätte bei?
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Richtige Antwort: D – Luzern
Luzern schloss 1332 einen Bund mit Uri, Schwyz und Unterwalden. Danach folgten Zürich (1351), Glarus und Zug (1352) sowie Bern (1353). So entstand die Eidgenossenschaft der acht Orte.
In welchen Schlachten besiegten die Eidgenossen 1476 Karl den Kühnen?
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Richtige Antwort: C – Grandson und Murten
1476 schlugen die Eidgenossen das burgundische Heer zuerst bei Grandson (März) und dann bei Murten (Juni). Die reiche Beute aus Grandson, etwa Teppiche und Kunstgegenstände, ist heute teilweise in Schweizer Museen zu sehen.
Welcher Ort trat 1513 als dreizehnter und letzter Ort der Alten Eidgenossenschaft bei?
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Richtige Antwort: D – Appenzell
1513 wurde Appenzell als 13. Ort aufgenommen. Damit war die Alte Eidgenossenschaft der 13 Orte komplett, die bis 1798 bestand. Basel und Schaffhausen waren 1501 beigetreten.
Huldrych (Ulrich) Zwingli wurde 1519 Leutpriester am Grossmünster in Zürich und führte dort die Reformation ein. Von Zürich aus verbreitete sich die Reformation in weitere Orte wie Bern, Basel und Schaffhausen.
Zwingli fiel 1531 im Zweiten Kappelerkrieg zwischen reformierten und katholischen Orten bei Kappel am Albis. Danach blieb die Eidgenossenschaft konfessionell gespalten, was sie über Jahrhunderte prägte.
Welches Ereignis beendete 1798 die Alte Eidgenossenschaft?
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Richtige Antwort: A – Der Einmarsch französischer Truppen
1798 marschierten französische Revolutionstruppen in die Eidgenossenschaft ein. Die Alte Eidgenossenschaft brach zusammen, und Frankreich errichtete die Helvetische Republik.
Welcher dieser Kantone entstand 1803 mit der Mediationsakte als neuer Kanton?
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Richtige Antwort: A – Aargau
1803 kamen sechs neue Kantone hinzu: St. Gallen, Graubünden, Aargau, Thurgau, Tessin und Waadt. Genf, Wallis und Neuenburg folgten 1815, der Jura erst 1979.
Wie hiess die Versammlung der Gesandten der Orte in der Alten Eidgenossenschaft und bis 1848?
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Richtige Antwort: A – Tagsatzung
Die Tagsatzung war die Versammlung der Abgesandten der eidgenössischen Orte bzw. Kantone. Sie war kein Parlament im heutigen Sinn, da die Gesandten an Weisungen ihrer Kantone gebunden waren. 1848 wurde sie durch das Bundesparlament ersetzt.
Wer führte im Sonderbundskrieg die eidgenössischen Truppen als General an?
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Richtige Antwort: B – Guillaume-Henri Dufour
General Guillaume-Henri Dufour aus Genf führte die Tagsatzungstruppen und achtete auf eine möglichst schonende Kriegsführung. Er war ausserdem Mitgründer des Roten Kreuzes und Schöpfer der ersten genauen Schweizer Landeskarte (Dufourkarte).
Welche wichtige Neuerung brachte die Totalrevision der Bundesverfassung von 1874?
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Richtige Antwort: D – Das fakultative Gesetzesreferendum
Mit der revidierten Bundesverfassung von 1874 wurde das fakultative Referendum eingeführt: Das Volk kann seither mit Unterschriften eine Abstimmung über Bundesgesetze verlangen. 1891 kam die Volksinitiative für Teilrevisionen der Verfassung hinzu.
Welches Erlebnis brachte Henri Dunant auf die Idee, das Rote Kreuz zu gründen?
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Richtige Antwort: C – Die Schlacht von Solferino 1859
Der Genfer Geschäftsmann Henri Dunant erlebte 1859 das Elend der Verwundeten nach der Schlacht von Solferino in Norditalien. In seinem Buch «Eine Erinnerung an Solferino» forderte er neutrale Hilfsorganisationen für Kriegsverwundete.
Welche Auszeichnung erhielt Henri Dunant 1901 als Erster?
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Richtige Antwort: D – Den Friedensnobelpreis
Henri Dunant erhielt 1901 zusammen mit dem Franzosen Frédéric Passy den ersten Friedensnobelpreis. Er lebte damals verarmt in Heiden (Appenzell Ausserrhoden), wo heute ein Museum an ihn erinnert.
Wer war während des Ersten Weltkriegs General der Schweizer Armee?
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Richtige Antwort: C – Ulrich Wille
Im Ersten Weltkrieg (1914–1918) wählte die Bundesversammlung Ulrich Wille zum General. Die Schweiz blieb neutral, litt aber unter Versorgungsengpässen und sozialen Spannungen. Theophil Sprecher von Bernegg war Generalstabschef.
Wer war während des Zweiten Weltkriegs General der Schweizer Armee?
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Richtige Antwort: B – Henri Guisan
Am 30. August 1939 wählte die Bundesversammlung den Waadtländer Henri Guisan zum General. Er wurde zur Symbolfigur des Widerstandswillens; bis heute tragen viele Strassen und Plätze seinen Namen.
Was war die «Anbauschlacht» (Plan Wahlen) im Zweiten Weltkrieg?
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Richtige Antwort: B – Ein Programm zur Steigerung der Nahrungsmittelproduktion im Inland
Mit dem nach Friedrich Traugott Wahlen benannten Plan wurde die landwirtschaftliche Anbaufläche stark ausgeweitet, sogar Parks und Sportplätze wurden bepflanzt. Ziel war, die Versorgung der Bevölkerung trotz Importschwierigkeiten zu sichern; die Anbauschlacht hatte auch eine grosse symbolische Bedeutung.
In welchem Jahr wurde die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) eingeführt?
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Richtige Antwort: A – 1948
Nach der Annahme durch das Volk 1947 trat die AHV am 1. Januar 1948 in Kraft. Sie ist bis heute die wichtigste Säule der Altersvorsorge in der Schweiz. Eine Altersversicherung war schon eine Forderung des Landesstreiks von 1918.
Welchen Beitritt lehnte das Schweizer Stimmvolk am 6. Dezember 1992 knapp ab?
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Richtige Antwort: D – Den Beitritt zum Europäischen Wirtschaftsraum (EWR)
Am 6. Dezember 1992 lehnten 50,3 % der Stimmenden und eine Mehrheit der Kantone den EWR-Beitritt ab. Danach wählte die Schweiz den bilateralen Weg mit der Europäischen Union.
Seit wann wendet die Schweiz das Schengen-Abkommen an (Wegfall systematischer Personenkontrollen an den Grenzen)?
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Richtige Antwort: D – Seit Dezember 2008
Das Volk stimmte der Assoziierung an Schengen und Dublin am 5. Juni 2005 zu. Seit dem 12. Dezember 2008 (an Flughäfen seit März 2009) gibt es an den Landesgrenzen keine systematischen Personenkontrollen mehr. Warenkontrollen durch den Zoll gibt es weiterhin, da die Schweiz nicht in der EU-Zollunion ist.
In welchen Jahren war die Schweiz erstmals nichtständiges Mitglied des UNO-Sicherheitsrats?
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Richtige Antwort: C – 2023–2024
Die Schweiz wurde 2022 von der UNO-Generalversammlung gewählt und sass 2023 und 2024 erstmals als nichtständiges Mitglied im Sicherheitsrat. Sie betonte dabei, dass dies mit ihrer Neutralität vereinbar ist.
Welcher Teil des Kantons Bern wechselte 1994 zum Kanton Basel-Landschaft?
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Richtige Antwort: B – Das Laufental
Nach mehreren Abstimmungen wechselte das deutschsprachige Laufental am 1. Januar 1994 vom Kanton Bern zum Kanton Basel-Landschaft. Der Wechsel war eine Folge der Neuordnung nach der Gründung des Kantons Jura.