Gesellschaftsfragen drehen sich um den Alltag: Sozialversicherungen, Arbeit, Bildung, Gesundheit und die Regeln des Zusammenlebens.
Die Altersvorsorge ruht auf drei Säulen: AHV/IV als erste Säule, die berufliche Vorsorge als zweite und die freiwillige Säule 3a als dritte. Die AHV-Beiträge teilen sich Arbeitnehmende und Arbeitgeber je zur Hälfte, und ab Dezember 2026 wird erstmals eine 13. AHV-Rente ausbezahlt. Nach dem Zuzug musst du dich innert drei Monaten bei einer Krankenkasse versichern.
Auch das Bildungssystem wird gern gefragt: Rund zwei Drittel der Jugendlichen wählen nach der obligatorischen Schule eine Lehre, und ETH Zürich und EPFL werden direkt vom Bund getragen. Dazu kommen praktische Dinge wie die Notrufnummern (118 Feuerwehr, 112 europaweit), die Anmeldung bei der Gemeinde nach einem Umzug und die Mehrwertsteuer von 8,1 Prozent.
3-Säulen-System der Altersvorsorge
Krankenkasse innert 3 Monaten
Lehre: rund zwei Drittel der Jugendlichen
Notruf Feuerwehr 118
24 von 60 Fragen zu diesem Thema aus unserem Fragenkatalog · Tippe auf eine Antwort, um zu sehen, ob sie stimmt. Unter «Antwort anzeigen» findest du die Lösung mit Erklärung und Quelle.
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Welche Versicherung bildet die 1. Säule der Altersvorsorge?
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Richtige Antwort: B – Die AHV/IV
Die Schweizer Altersvorsorge beruht auf drei Säulen. Die 1. Säule ist die staatliche Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) zusammen mit der Invalidenversicherung (IV); sie soll den Existenzbedarf decken. Fast alle Personen, die in der Schweiz wohnen oder arbeiten, sind obligatorisch in der AHV versichert.
Richtige Antwort: A – Eine freiwillige, steuerlich begünstigte private Vorsorge
Die 3. Säule ist die freiwillige private Vorsorge. In der gebundenen Vorsorge (Säule 3a) können Erwerbstätige jährlich einen Höchstbetrag einzahlen und diesen vom steuerbaren Einkommen abziehen. Das Geld kann in der Regel erst kurz vor der Pensionierung oder für bestimmte Zwecke wie Wohneigentum bezogen werden.
Was haben Volk und Stände im März 2024 beschlossen, das im Dezember 2026 erstmals ausbezahlt wird?
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Richtige Antwort: B – Eine 13. AHV-Altersrente
Am 3. März 2024 nahmen Volk und Stände die Initiative für eine 13. AHV-Rente an. Die 13. Altersrente wird ab 2026 jährlich im Dezember ausbezahlt und entspricht einem Zwölftel der jährlichen Altersrenten. IV-Renten und Hinterlassenenrenten sind davon nicht betroffen.
Wer bezahlt die AHV/IV/EO-Beiträge von Angestellten?
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Richtige Antwort: A – Arbeitnehmende und Arbeitgeber je zur Hälfte
Bei Angestellten teilen sich Arbeitnehmende und Arbeitgeber die Beiträge an AHV, IV und Erwerbsersatzordnung (EO) je zur Hälfte. Der Arbeitgeber zieht den Anteil der Angestellten direkt vom Lohn ab und überweist alles an die Ausgleichskasse. Selbstständigerwerbende bezahlen ihre Beiträge vollständig selbst.
Wo meldet man sich bei Arbeitslosigkeit, um Unterstützung bei der Stellensuche und Arbeitslosenentschädigung zu erhalten?
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Richtige Antwort: D – Beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV)
Wer arbeitslos wird, muss sich möglichst früh – spätestens am ersten Tag, für den Entschädigung beansprucht wird – beim RAV bzw. bei der zuständigen Stelle der Wohngemeinde zur Arbeitsvermittlung anmelden. Die Arbeitslosenversicherung (ALV) ist für Angestellte obligatorisch und wird über Lohnbeiträge finanziert. Wer Taggelder erhält, muss sich aktiv um eine neue Stelle bemühen.
Innerhalb welcher Frist muss man sich nach dem Zuzug in die Schweiz bei einer Krankenkasse versichern?
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Richtige Antwort: A – 3 Monate
Wer in die Schweiz zieht, muss sich innerhalb von drei Monaten bei einer Krankenkasse für die Grundversicherung anmelden. Die Versicherung gilt dann rückwirkend ab dem Zuzug. Wer sich nicht rechtzeitig versichert, wird vom Kanton einer Krankenkasse zugewiesen und muss mit Prämienzuschlägen rechnen.
Was ist der Selbstbehalt in der Krankenversicherung?
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Richtige Antwort: D – Nach Erreichen der Franchise bezahlt man 10 % der Kosten selbst, bis zu einem jährlichen Höchstbetrag
Zusätzlich zur Franchise bezahlen Versicherte einen Selbstbehalt von 10 % der darüber hinausgehenden Kosten. Für Erwachsene ist der Selbstbehalt auf 700 Franken pro Jahr begrenzt, für Kinder auf 350 Franken. Prämie, Franchise und Selbstbehalt sind also drei verschiedene Kostenbestandteile.
Wer ist in der Schweiz obligatorisch gegen Unfälle versichert (Unfallversicherung UVG)?
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Richtige Antwort: C – Alle Arbeitnehmenden über ihren Arbeitgeber
Alle in der Schweiz beschäftigten Arbeitnehmenden sind über ihren Arbeitgeber obligatorisch gegen Berufsunfälle und Berufskrankheiten versichert. Wer mindestens acht Stunden pro Woche beim selben Arbeitgeber arbeitet, ist zusätzlich gegen Nichtberufsunfälle (z. B. beim Sport) versichert. Nichterwerbstätige wie Kinder sind über die Krankenkasse gegen Unfälle versichert.
Wie hoch ist die monatliche Kinderzulage gemäss Bundesrecht mindestens (Stand 2026)?
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Richtige Antwort: D – 215 Franken
Das Familienzulagengesetz schreibt eine Kinderzulage von mindestens 215 Franken pro Kind und Monat vor (seit 2025), für Jugendliche in Ausbildung ab 16 Jahren eine Ausbildungszulage von mindestens 268 Franken. Die Kantone können höhere Beträge festlegen. Die Zulagen werden in der Regel über den Arbeitgeber ausbezahlt.
Gibt es in der Schweiz einen nationalen gesetzlichen Mindestlohn?
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Richtige Antwort: B – Nein, aber einige Kantone wie Neuenburg, Jura, Genf, Tessin und Basel-Stadt kennen einen kantonalen Mindestlohn
Die Schweiz hat keinen nationalen Mindestlohn; eine entsprechende Volksinitiative wurde 2014 deutlich abgelehnt. Einige Kantone haben jedoch kantonale Mindestlöhne eingeführt. In vielen Branchen legen zudem Gesamtarbeitsverträge (GAV) zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften Mindestlöhne fest.
Welcher Anteil der Jugendlichen wählt nach der obligatorischen Schule ungefähr eine berufliche Grundbildung (Lehre)?
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Richtige Antwort: C – Etwa zwei Drittel
Rund zwei Drittel der Jugendlichen in der Schweiz entscheiden sich nach der obligatorischen Schule für eine berufliche Grundbildung. Zur Auswahl stehen rund 250 Lehrberufe. Die Berufslehre gilt als ein Grund für die tiefe Jugendarbeitslosigkeit in der Schweiz.
Welche beiden Hochschulen werden direkt vom Bund getragen?
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Richtige Antwort: D – ETH Zürich und EPFL Lausanne
Die beiden Eidgenössischen Technischen Hochschulen – die ETH Zürich und die EPFL in Lausanne – werden vom Bund getragen. Die übrigen Universitäten sind kantonal. Beide ETH gehören regelmässig zu den besten Hochschulen der Welt.
In welchen Städten hat die Schweizerische Nationalbank ihren Sitz?
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Richtige Antwort: B – Bern und Zürich
Die Schweizerische Nationalbank hat ihren rechtlichen Sitz in Bern und in Zürich. Sie ist eine spezialgesetzliche Aktiengesellschaft; ihre Aktionäre sind vor allem die Kantone und Kantonalbanken. Einen Teil ihres Gewinns schüttet sie – wenn möglich – an Bund und Kantone aus.
Welche Branche hat den grössten Anteil an den Schweizer Warenexporten?
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Richtige Antwort: C – Die chemisch-pharmazeutische Industrie
Die chemisch-pharmazeutische Industrie ist mit rund der Hälfte der Warenexporte die wichtigste Exportbranche der Schweiz; grosse Konzerne haben ihren Sitz z. B. in Basel. Weitere wichtige Exportgüter sind Maschinen, Elektronik, Präzisionsinstrumente und Uhren. Käse und Schokolade sind bekannt, machen aber nur einen kleinen Teil der Exporte aus.
In welchem Wirtschaftssektor arbeiten die meisten Erwerbstätigen in der Schweiz?
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Richtige Antwort: C – Im Dienstleistungssektor
Rund drei Viertel der Erwerbstätigen in der Schweiz arbeiten im Dienstleistungssektor, z. B. im Handel, im Gesundheitswesen, im Finanzwesen, in der Bildung oder im Tourismus. Etwa ein Fünftel ist in Industrie und Gewerbe tätig. In der Landwirtschaft arbeiten nur noch wenige Prozent.
Wie hoch ist der Normalsatz der Mehrwertsteuer in der Schweiz (Stand 2026)?
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Richtige Antwort: C – 8,1 %
Seit dem 1. Januar 2024 beträgt der Normalsatz der Mehrwertsteuer 8,1 %. Für Waren des täglichen Bedarfs wie Lebensmittel, Bücher und Medikamente gilt ein reduzierter Satz von 2,6 %, für Beherbergungsleistungen ein Sondersatz von 3,8 %. Die Mehrwertsteuer ist die wichtigste Einnahmequelle des Bundes.
Was muss man nach einem Umzug in eine andere Gemeinde tun?
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Richtige Antwort: B – Sich innerhalb der vorgeschriebenen Frist (meist 14 Tage) bei der Einwohnerkontrolle der neuen Gemeinde anmelden
Wer umzieht, muss sich bei der bisherigen Gemeinde abmelden und bei der neuen Gemeinde innerhalb der kantonal festgelegten Frist – meist 14 Tage – anmelden. In vielen Kantonen ist dies online über eUmzugCH möglich. Ausländerinnen und Ausländer müssen dabei ihren Ausländerausweis vorweisen; ein Wohnortswechsel in einen anderen Kanton kann bewilligungspflichtig sein.
Bei einem Brand oder bei Elementarereignissen wählt man die Nummer 118. Die Feuerwehr hilft auch bei Unfällen mit eingeklemmten Personen, Überschwemmungen oder Chemieunfällen. Die 143 ist die Nummer der Dargebotenen Hand (Sorgentelefon), die 145 die Nummer von Tox Info Suisse bei Vergiftungen.
Richtige Antwort: D – Sie ist die europäische Notrufnummer und funktioniert auch in der Schweiz
Die 112 ist die europäische Notrufnummer und funktioniert auch in der Schweiz; die Anrufe werden in der Regel an die Polizei weitergeleitet. Sie ist besonders für Personen nützlich, die die Schweizer Nummern nicht kennen. Wer die richtige Nummer kennt (117, 118, 144), erreicht den zuständigen Dienst aber direkter.
Wie wird Altglas in den meisten Gemeinden entsorgt?
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Richtige Antwort: A – Nach Farben getrennt (weiss, braun, grün) an Sammelstellen
Glasflaschen und Konservengläser werden an Sammelstellen nach Farben getrennt entsorgt und rezykliert. Auch PET-Flaschen, Aluminium, Papier und Karton werden separat gesammelt. Viele Sammelstellen dürfen aus Rücksicht auf die Nachbarschaft nur zu bestimmten Zeiten benutzt werden, nicht in der Nacht und nicht an Sonntagen.
Richtige Antwort: D – Ein Abonnement, mit dem man die meisten Billette des öffentlichen Verkehrs zum halben Preis kauft
Mit dem Halbtax-Abonnement bezahlt man für die meisten Billette von Bahn, Bus, Tram und vielen Schiffen und Bergbahnen nur den halben Preis. Wer viel reist, kann ein Generalabonnement (GA) kaufen, das freie Fahrt auf fast dem ganzen Netz ermöglicht. Der öffentliche Verkehr ist in der Schweiz sehr gut ausgebaut und eng getaktet.
Innert welcher Frist muss ein ausländischer Führerausweis nach der Wohnsitznahme in der Schweiz in einen Schweizer Ausweis umgetauscht werden?
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Richtige Antwort: C – 12 Monate
Wer in der Schweiz Wohnsitz nimmt, darf mit dem ausländischen Führerausweis noch zwölf Monate fahren. Innerhalb dieser Frist muss er beim kantonalen Strassenverkehrsamt in einen Schweizer Führerausweis umgetauscht werden. Je nach Herkunftsland ist dafür eine Kontrollfahrt nötig.
Welche Gruppe war Ende 2024 die grösste bei der Religionszugehörigkeit der Bevölkerung ab 15 Jahren?
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Richtige Antwort: C – Konfessionslos
Gemäss Bundesamt für Statistik waren Ende 2024 36,8 % der Bevölkerung ab 15 Jahren konfessionslos, 30,0 % römisch-katholisch und 18,5 % evangelisch-reformiert. Muslimische Glaubensgemeinschaften machen rund 6 % aus. Der Anteil der Konfessionslosen ist in den letzten Jahrzehnten stark gestiegen.
Wie viele Menschen lebten Ende 2025 ungefähr in der Schweiz?
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Richtige Antwort: C – Rund 9,1 Millionen
Ende 2025 umfasste die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz rund 9,13 Millionen Personen. Die Bevölkerung wächst vor allem durch Zuwanderung. Am 14. Juni 2026 lehnte das Volk die Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» ab.